Zwischen #Anarchismus, #PoetrySlam, Cars of Hope und dem Internet…


Da es ja nun ein paar Tage wieder etwas stiller hier geworden ist, dachte ich, ich schreibe wenigstens ein kurzes Update, damit ihr euch keine Sorgen machen müsst.

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Gibt es #Konzentrationslager in #Europa?


Die Initiative Cars Of Hope Wuppertal gibt es schon seit mehreren Jahren. Zahlreiche Menschen waren zu den verschiedensten Zeiten in den Hotspots auf dem Balkan und in Griechenland, um zu helfen und zu dokumentieren, was in Europa im 21. Jahrhundert passiert. Ich war bei der ersten Reise auf der Balkanroute dabei. Eine Woche lang sind wir mit mehreren Autos und einem LKW durch Österreich, Slowenien, Kroatien bis nach Serbien und wieder zurück gefahren, um Menschen zu helfen und um uns anzusehen, was in unserem Namen, im Namen der Demokratien von Europa und im Namen der EU mit Menschen gemacht wird, die flüchten müssen. In den allermeisten Fällen übrigens, weil die westliche Welt, also wir, die Ursachen schaffen für diese Flucht. Ob es die Kriege sind, bei denen unsere Rüstungskonzerne Milliarden machen, ob es das Leerfischen der afrikanischen Küste ist, weil die Auflagen dort lascher sind als in der EU und wir damit den afrikanischen Fischern die Lebensgrundlage entziehen oder ob es die produzierten Überschüsse sind, die wir z.B. auf den afrikanischen Markt werfen, um noch nen Euro mehr raus zu quetschen, wohin man auch schaut, verdienen wir kräftig mit am Elend der Leute. Umso erstaunlicher ist es, dass es auch heute noch so viele Menschen gibt, die glauben, dass sie auf diesen Luxus hier irgendein Recht hätten, bloß weil sie zufällig hier geboren wurden. Und noch erstaunlicher sind die Menschen, die sich darüber wundern, dass immer mehr Unterdrückte und Ausgebeutete vor Europas Türen stehen. Der Kapitalismus produziert Faschismus, Kriege, Hunger, Elend, Leid, Krankheiten, Armut und Tod für die einen und Überfluss für die anderen. Und in einem Zeitalter, in dem diejenigen, die den Überfluss genießen, das schamlos im Internet zur Schau stellen, ist es vollkommen logisch und konsequent, wenn sie diejenigen, die für diesen Überfluss leiden müssen, auf den Weg machen, um ihren Anteil vom Kuchen zu bekommen. Meine politische Haltung dazu ist ziemlich klar: Grenzen abschaffen! Kapitalismus abschaffen! Sozialistische Verteilung aller Ressourcen, Bildung gratis für alle, und so weiter, und so fort.

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#NoG20 #Hamburg – Was wird passieren?


Ich finde es mehr als bedenklich, dass aus gewissen linken Kreisen nach Hamburg mobilisiert wird, als gäbe es da am nächsten Wochenende eine Mega-Sause. Ich glaube, es wird blutig und ekelig. Und die Menschen, die dorthin fahren, sollten sich darüber genau im Klaren sein.

Doch stellen wir uns zunächst erst einmal die Frage, warum ich so sicher bin, dass es heftig eskalieren wird und wer davon profitiert.

Schon oft gab es Gipfeltreffen und fast immer gab es Gegenproteste. Doch wie diese ablaufen, hängt maßgeblich von den Gegebenheiten der Umgebung ab. Wenn wir uns den Verlauf des Gipfels in Elmau anschauen, war es für die Demonstranten schon schwer genug, um überhaupt in die Nähe des Gipfels zu kommen, schlicht und einfach, weil er mitten im Niemandsland stattfand. Wenn also in angespannten Zeiten, in denen der Bundesregierung bekannt ist, dass immer mehr Menschen die herrschende Weltpolitik in Frage stellen, selbige sich dafür entscheidet den Gipfel nicht nur mitten in einer Großstadt, sondern auch noch vor der Haustür der Roten Flora stattfinden zu lassen, muss man sich die Frage stellen, warum die Bundesregierung an einer Eskalation interessiert ist.

Denn ihr Verhalten ist nichts anderes, als würde ich mit einer Antifa-Fahne in eine Nazi-Kneipe spazieren, sie dort aufhängen und mich anschließend wundern, dass ich aufs Maul bekomme.

Wir können also davon ausgehen, dass die Bundesregierung ein Interesse an Krawallen in der Innenstadt hat. Warum hat sie das? Weiterlesen „#NoG20 #Hamburg – Was wird passieren?“

Das Milgram-Experiment


Da stöbere ich nach Feierabend ein wenig durch die sozialen Netzwerke, um zu schauen, was „meine“ Gesellschaft macht und bekomme einen schockierenden Artikel in meine Timeline gespült. 

„Forscher bringen altes Folter-Experiment nach Europa – mit erschreckendem Ergebnis“ 

https://motherboard.vice.com/de/article/forscher-bringen-altes-folter-experiment-nach-europa-mit-erschreckendem-ergebnis?utm_source=vicefbde&utm_medium=link&utm_campaign=eg
Wer den Artikel aufmerksam gelesen hat, wird festgestellt haben, dass die Zahl der Teilnehmer zu niedrig ist, um daraus tatsächlich Statistiken ableiten zu können. Zumindest jedoch lässt sich eine gewisse Tendenz erkennen und die ist erschreckend genug. Weil es uns ganz deutlich zeigt, dass ein hoher Prozentsatz der Gesellschaft noch immer nicht in der Lage ist, selbstständig zu denken und zu handeln, entgegen einer Order von „oben“. Die Obrigkeitshörigkeit habe ich gerne den Deutschen zugeschrieben. Doch natürlich ist das kein nationales Problem, vielmehr ein kapitalistisches. Denn seit Jahrzehnten erziehen wir unsere Kinder mehr und mehr zu kleinen Robotern. 

Fehler machen, bitte nicht. 

Rumhibbeln, bitte nicht. Hier ein wenig Speed. (Ja, in Ritalin befindet sich derselbe Wirkstoff wie in Speed. –> http://drugscouts.de/de/drfruehling/wirkt-ritalin-wie-speed

Karriere machen, bitte. 

Studium zügig durchziehen, kostet ja sonst unnötig Geld. 

Im Kindergarten Förderkurse, gerne Chinesisch und Bewegungstanz. 

Im Restaurant bitte nicht mit den Erwachsenen reden, nimm dein Smartphone oder das Tablet und sei leise, bitte. 

Frag doch nicht dauernd!

Bevor ich mich reinsteigere… Es wundert nicht, dass eine hohe Zahl der Menschen  weiterhin bereit ist, Stromschläge an Unschuldige auszuteilen, denn erstens wurden sie genau dazu erzogen und zweitens tun sie doch indirekt nichts anderes seit Jahren. 

Im Kapitalismus gibt es einige wenige, die richtig absahnen, viele, die denken, sie würden profitieren und viele, viele, die den anderen beiden Gruppen dazu dienen ihren Stand halten zu können. Im Klartext, denen geht es richtig beschissen, während wir hier z.B. in Deutschland 40 – 50% aller Lebensmittel wegschmeißen, vom Produzenten bis zum Endverbraucher. 

Wir in Nordwesteuropa sitzen also jeden Tag an den Schaltern mit den Elektroschocks, nur dass diese für die sogenannte 3. Welt Hunger, Durst, Krieg, Verfolgung, Krankheit & Tod bedeuten. 

Der Clou an dieser abstrusen Story ist, dass die allermeisten derer, die täglich auf die Knöpfe drücken, sich damit selbst Stromschläge verpassen. Denn im Kapitalismus kann es immer nur wenige Gewinner und sehr viele Verlierer geben. 

Dabei wäre das alles gar nicht nötig, denn es gibt Alternativen. Ja, auch welche die wirklich funktionieren. Wer nach Rojava schaut, wird den Versuch sehen, eine Gesellschaft zu bauen, die frei von Diskriminierung und Unterdrückung ist und in der Politik von allen gemacht wird, damit auch alle vertreten sind. 

Klingt kompliziert? 

Niemand hat gesagt, dass es einfach wird. Aber wie schwer ist es denn im Kapitalismus, wenn die Krankenkasse die Brille nicht bezahlt und Schulkinder mit Hunger neben der Cafeteria der Schule stehen, während nach der letzten Stunde die Reste in die Mülltonnen gekippt werden? 

Noch ein Beispiel? 

Wer nach Mexiko in Richtung Chiapas zur EZLN schaut, wird eine Gesellschaft sehen, die auf Solidarität, Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und die Entwicklung von neuen Ideen setzt. 

Preguntando caminamos – Fragend schreiten wir voran. 

Un otro mundo es posible. – Eine andere Welt ist möglich. 

Cars Of Hope Wuppertal goes Idomeni


Mein Mann René und ich engagieren uns bei Cars Of Hope Wuppertal. Im Folgenden möchte ich nun erzählen, wie diese Bewegung entstanden ist, was wir schon gemacht haben und was wir noch vorhaben.

Im September 2015 fuhr René zum ersten Mal auf die Balkan-Route. Ein Freund hatte ihn gebeten, sich vor Ort ein Bild von der unhaltbaren Situation der Flüchtlinge zu machen und darüber zu berichten. Wir engagieren uns seit vielen Jahren in sozialen Bewegungen.

Was er dort erlebte, prägte ihn nachhaltig. Wir organisierten uns zusammen mit anderen Menschen aus Wuppertal und Hagen und gründeten „Cars Of Hope Wuppertal“. Wir sammelten Geld und Sachspenden und fuhren Anfang November mit fünf Autos im Konvoi los, um Flüchtlingen an den Grenzen in Europa zu helfen. Im Laufe der Tage bewegten wir uns auf der Balkan-Route von Österreich, Slowenien, Kroatien bis nach Serbien.

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Wir haben versagt!


Wir haben versagt!

Die linke Szene in Deutschland ist so gut wie tot. In Zeiten, in denen sich nachts Nazi-Mobs vor Geflüchteten-Unterkünften zusammenrotten, schaffen wir es zwar mit wenigen hundert Menschen notdürftig das Schlimmste zu verhindern, aber wie lange wird das noch so sein, wenn die Stimmung im Land immer weiter nach rechts driftet? Wenn beim nächsten Mal statt 100 Nazis 1000 kommen? Wenn sie nicht nur Steine und Rauchbomben haben, sondern auch Messer, Gewehre, Pistolen?

Wir müssen reden und zwar dringend!

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#BlockupyDD – #Blockupy in #Düsseldorf 17.05.2014


Ich schreibe hier einen Demo-Bericht mit anschließender Analyse und Kritik. Da ich dem Blockupy-Bündnis durch einige Vorfälle und Entwicklungen sehr kritisch gegenüber stehe, trotzdem 2012 aus Düsseldorf die Proteste unterstützt habe, 2013 in Frankfurt war und gestern also wieder in Düsseldorf, nehme ich mir das Recht heraus, meine Kritik an Blockupy mal deutlich auszuformulieren. Zum einen hoffe ich, dass durch diese und andere Kritik das Bündnis aufgewertet werden kann, zum anderen möchte ich auf einen gefährlichen Trend in der linken Szene aufmerksam machen. Doch dazu später mehr.

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