#NotJustSad & der #Kapitalismus – Eine Liebesgeschichte


Wer meine „Gedankensprünge der Revolution“ verfolgt, weiß, dass ich versuche der Gesellschaft einen Spiegel vorzuhalten. Dies passiert häufig auf politischer Ebene, aber manchmal eben auch bei Themen, die vordergründig erst mal wenig mit Politik zu tun haben. Meine Aufgabe sehe ich nicht nur darin, den Spiegel zu halten, sondern vor allem über den Zusammenhang der Dinge zu informieren und aufzuzeigen, dass letzten Endes alles politisch ist. Das bringt mich dazu, mich zu den verschiedensten Themen zu äußern, was ihr auf meinem Blog ja nur allzu gut erkennen könnt. Für meine vegetarischen Brotaufstriche wurde mir schon der revolutionäre Status aberkannt! 😉

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Der Tenor der Gesellschaft – Den bestimmen wir!


Warum ist es in meinen Augen so wichtig, dass sich so viele Menschen wie möglich online wie offline äußern?

Anschließend an den letzten Blogpost möchte ich hier näher darauf eingehen, warum ich es für unerlässlich halte, dass noch viel mehr Menschen das tun, was ich tue. Gehen wir, wie im letzten Post beschrieben, von einer Bewegung aus, die in der Gesellschaft verankert ist, gibt es ein Interesse an diversen linken Themen. Gehen wir weiter und sagen, dass gerade Labels und Gruppen junge, interessierte Menschen abschrecken, ist es umso wichtiger, dass sich Einzelpersonen politisch äußern. Denn diese jungen Menschen suchen nach Alternativen, nach Lösungsansätzen und möglichen Andockpunkten außerhalb der kapitalistischen Norm. Geschlossene Gruppen mit autoritärer Struktur, die sich ausschließlich innerhalb der linken Subkultur bewegen, in denen zahlreiche, oft widersprüchliche Regeln gelten, die kaum jemand erklären kann, aber alle herunterbeten, wie das Einmaleins in der Schule, wirken auf diese jungen Menschen eher abschreckend, zu Recht. Denn nur wer Marx gelesen hat, hat ihn noch lange nicht verstanden und je häufiger ich mich innerhalb dieser Subkultur bewege, umso mehr merke ich, dass wenig bis kein politischer Inhalt zu finden ist und tagesaktuelle, politische Handlungen und Situationen von vielen eher am Rande wahrgenommen werden. Im Klartext: Man brüllt auf antifaschistischen Demos zwar gerne „Hoch die Internationale Solidarität“ (oder wer noch „linker“ ist „Hoch die Antinationale Solidarität“, aber wenn der Faschismus in der Ukraine putscht, geht man nicht auf Soli-Demos, weil dort auch jemand von den Grünen kommen könnte, oder noch schlimmer, weil man sie gar nicht mitbekommen hat.

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#NoG20 #Hamburg – Was wird passieren?


Ich finde es mehr als bedenklich, dass aus gewissen linken Kreisen nach Hamburg mobilisiert wird, als gäbe es da am nächsten Wochenende eine Mega-Sause. Ich glaube, es wird blutig und ekelig. Und die Menschen, die dorthin fahren, sollten sich darüber genau im Klaren sein.

Doch stellen wir uns zunächst erst einmal die Frage, warum ich so sicher bin, dass es heftig eskalieren wird und wer davon profitiert.

Schon oft gab es Gipfeltreffen und fast immer gab es Gegenproteste. Doch wie diese ablaufen, hängt maßgeblich von den Gegebenheiten der Umgebung ab. Wenn wir uns den Verlauf des Gipfels in Elmau anschauen, war es für die Demonstranten schon schwer genug, um überhaupt in die Nähe des Gipfels zu kommen, schlicht und einfach, weil er mitten im Niemandsland stattfand. Wenn also in angespannten Zeiten, in denen der Bundesregierung bekannt ist, dass immer mehr Menschen die herrschende Weltpolitik in Frage stellen, selbige sich dafür entscheidet den Gipfel nicht nur mitten in einer Großstadt, sondern auch noch vor der Haustür der Roten Flora stattfinden zu lassen, muss man sich die Frage stellen, warum die Bundesregierung an einer Eskalation interessiert ist.

Denn ihr Verhalten ist nichts anderes, als würde ich mit einer Antifa-Fahne in eine Nazi-Kneipe spazieren, sie dort aufhängen und mich anschließend wundern, dass ich aufs Maul bekomme.

Wir können also davon ausgehen, dass die Bundesregierung ein Interesse an Krawallen in der Innenstadt hat. Warum hat sie das? Weiterlesen „#NoG20 #Hamburg – Was wird passieren?“

Die #Revolution braucht euch alte Hasen… 


Wir brauchen euch, Leute. Ehrlich, ich zähle mich mit meinen 33 Jahren bereits zu den alten, weil die Jungen so einen riesigen Abstand zu mir haben. Wir brauchen Menschen mit Lebenserfahrung und mit Wissen und Herz, die den jungen Hüpfern auf Augenhöhe erklären können, wie sie sich selbst emanzipieren und eigenständig arbeiten und sich organisieren können. Diese junge Generation braucht uns alle. Sie sind die letzten, die das Ruder rumreißen können. 

http://www.generation-what.de/portrait/data/occupy

Guckt euch diese Studie an, sie zeigt wie diese jungen Menschen ticken. Sie sind wirklich unglaublich… 😍

Und ich besitze die Arroganz zu behaupten, dass ich diese Gesellschaft einschätzen kann. Falls es da Fragen gibt, hier steht warum ich das glaub. 😏

https://victoryviktoria.wordpress.com/gedankenspruenge-der-revolution/

Ehrlich, wir brauchen euch. 😍
(Ursprünglich ein Facebook-Kommentar bei einem „alten“ Freund…) 

Bild ist von Cargo Collective :

https://cargocollective.com/magdalenelim/How-to-tell-your-grandma-you-riot-for-a-living

Das Milgram-Experiment


Da stöbere ich nach Feierabend ein wenig durch die sozialen Netzwerke, um zu schauen, was „meine“ Gesellschaft macht und bekomme einen schockierenden Artikel in meine Timeline gespült. 

„Forscher bringen altes Folter-Experiment nach Europa – mit erschreckendem Ergebnis“ 

https://motherboard.vice.com/de/article/forscher-bringen-altes-folter-experiment-nach-europa-mit-erschreckendem-ergebnis?utm_source=vicefbde&utm_medium=link&utm_campaign=eg
Wer den Artikel aufmerksam gelesen hat, wird festgestellt haben, dass die Zahl der Teilnehmer zu niedrig ist, um daraus tatsächlich Statistiken ableiten zu können. Zumindest jedoch lässt sich eine gewisse Tendenz erkennen und die ist erschreckend genug. Weil es uns ganz deutlich zeigt, dass ein hoher Prozentsatz der Gesellschaft noch immer nicht in der Lage ist, selbstständig zu denken und zu handeln, entgegen einer Order von „oben“. Die Obrigkeitshörigkeit habe ich gerne den Deutschen zugeschrieben. Doch natürlich ist das kein nationales Problem, vielmehr ein kapitalistisches. Denn seit Jahrzehnten erziehen wir unsere Kinder mehr und mehr zu kleinen Robotern. 

Fehler machen, bitte nicht. 

Rumhibbeln, bitte nicht. Hier ein wenig Speed. (Ja, in Ritalin befindet sich derselbe Wirkstoff wie in Speed. –> http://drugscouts.de/de/drfruehling/wirkt-ritalin-wie-speed

Karriere machen, bitte. 

Studium zügig durchziehen, kostet ja sonst unnötig Geld. 

Im Kindergarten Förderkurse, gerne Chinesisch und Bewegungstanz. 

Im Restaurant bitte nicht mit den Erwachsenen reden, nimm dein Smartphone oder das Tablet und sei leise, bitte. 

Frag doch nicht dauernd!

Bevor ich mich reinsteigere… Es wundert nicht, dass eine hohe Zahl der Menschen  weiterhin bereit ist, Stromschläge an Unschuldige auszuteilen, denn erstens wurden sie genau dazu erzogen und zweitens tun sie doch indirekt nichts anderes seit Jahren. 

Im Kapitalismus gibt es einige wenige, die richtig absahnen, viele, die denken, sie würden profitieren und viele, viele, die den anderen beiden Gruppen dazu dienen ihren Stand halten zu können. Im Klartext, denen geht es richtig beschissen, während wir hier z.B. in Deutschland 40 – 50% aller Lebensmittel wegschmeißen, vom Produzenten bis zum Endverbraucher. 

Wir in Nordwesteuropa sitzen also jeden Tag an den Schaltern mit den Elektroschocks, nur dass diese für die sogenannte 3. Welt Hunger, Durst, Krieg, Verfolgung, Krankheit & Tod bedeuten. 

Der Clou an dieser abstrusen Story ist, dass die allermeisten derer, die täglich auf die Knöpfe drücken, sich damit selbst Stromschläge verpassen. Denn im Kapitalismus kann es immer nur wenige Gewinner und sehr viele Verlierer geben. 

Dabei wäre das alles gar nicht nötig, denn es gibt Alternativen. Ja, auch welche die wirklich funktionieren. Wer nach Rojava schaut, wird den Versuch sehen, eine Gesellschaft zu bauen, die frei von Diskriminierung und Unterdrückung ist und in der Politik von allen gemacht wird, damit auch alle vertreten sind. 

Klingt kompliziert? 

Niemand hat gesagt, dass es einfach wird. Aber wie schwer ist es denn im Kapitalismus, wenn die Krankenkasse die Brille nicht bezahlt und Schulkinder mit Hunger neben der Cafeteria der Schule stehen, während nach der letzten Stunde die Reste in die Mülltonnen gekippt werden? 

Noch ein Beispiel? 

Wer nach Mexiko in Richtung Chiapas zur EZLN schaut, wird eine Gesellschaft sehen, die auf Solidarität, Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und die Entwicklung von neuen Ideen setzt. 

Preguntando caminamos – Fragend schreiten wir voran. 

Un otro mundo es posible. – Eine andere Welt ist möglich. 

#Unwetter in #Deutschland – #Klimawandel, ach was! 


Das Radio berichtet über mindestens 1 Toten, Schwerverletzte, eine Herde Schafe, die durch umstürzende Bäume das Zeitliche segnete. Sie warnen vor Tornados und ich habe all die Spinner im Ohr: „Der Klimawandel ist eine Lüge der Wirtschaft!“ 

Ja, es ist richtig, dass die Wirtschaft viel zu viel Einfluss hat auf Medien und Politik. Und ja, es ist richtig, dass Statistiken und Studien gern das aussagen, was diejenigen, die die Studie durchgeführt haben, hören wollen. Aber Nein, es ist nicht richtig, dass unser Fußabdruck auf diesem Planeten diesen gerade nicht nachhaltig schädigt. Streicht man nun all diese Verneinungen, die den Text zwar rhetorisch aufwerten, aber dafür komplizierter machen, bleibt folgendes übrig:

Wir Menschen zerstören mit System unsere eigene Lebensgrundlage. 

Diese Zerstörung ist im Kapitalismus festgeschrieben, da er auf Wachstum und nicht auf Nachhaltigkeit ausgelegt ist. Wir produzieren immer mehr Dinge, die wir nicht brauchen, um sie dann im Meer zu versenken. Es gibt ganze Plastikinseln in unseren Meeren und das ist nur die Spitze des Eisbergs, der auf uns zutreibt, wenn die Polarkappen weiter schmelzen. 

In diesem Sinne genießt das Unwetter, denn im Vergleich zu dem was in der Zukunft auf uns wartet, wenn wir jetzt nicht endlich was ändern, ist dieses laue Lüftchen, was gerade durch Deutschland weht, ein Witz. 

Hass auf Kartoffeln & Liebe für Staaten – Was ist eigentlich links sein?


Zur Klarstellung

Vorab möchte ich betonen, dass sich dieser Artikel zwar an Linksradikale richtet, er aber mit hoher Wahrscheinlichkeit auch von vielen Menschen gelesen wird, die sich nur teilweise oder gar nicht dort verortet fühlen. Ich möchte, dass möglichst viele Menschen diesen Artikel lesen, verstehen und an der Diskussion darüber teilnehmen können. Daher habe ich bewusst weitestgehend auf linksradikalen Fachjargon verzichtet.

Des weiteren möchte ich darauf hinweisen, dass es nie meine Absicht war oder ist, irgendjemanden zu beleidigen, zu diskriminieren oder herabzusetzen. Ich will eine Diskussion anstoßen über ein grundsätzliches Problem, welches in unserer Gesellschaft auftritt. Linke Gruppen sind Teil dieser Gesellschaft, ob sie das wollen oder nicht. Sie versuchen zwar oft sich dieser Gesellschaft zu entziehen, aber sie sind in ihr geprägt. Viele strukturelle Verhaltensweisen finden sich sowohl in der Gesellschaft, als auch in linken Gruppen. So gibt es auch bei uns nach wie vor Rassismus, Unterdrückung, Frauenfeindlichkeit, Ausgrenzung, Diskriminierung von Homosexuellen und mehr derartig menschenfeindliches Zeug.

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